16.07.10Die Bahn hat nur zwei Probleme...

Von Stephan  |  Ärgerlich

Erstes Problem: den Winter. Wir erinnern uns? Wochenlang fielen zahlreiche ICE aus, die dem Schneetreiben zum Jahreswechsel nicht gewachsen waren. Teilweise wurden Ersatzzüge eingesetzt, teilweise fuhren ICEs nur in halber Länge und mit doppelt so viel Gedränge um die letzten Stehplätze, teilweise fielen Züge komplett aus.

Zweites Problem: den Sommer. Die ICE-Züge haben keine öffnungsfähigen Fenster – vermutlich aus esthetischen, aerodynamischen und wirtschaftlichen Gründen. Das heißt, Frischluft für die Reisenden kann nur durch die Klimaanlage in den Innenraum gelangen. Und diese Klimaanlagen sind für Temparaturen über 32 Grad (also Außemtemparatur) nicht ausgelegt, gibt die Bahn zu. Sie schalten sich im Zweifelsfall einfach aus, dann staut sich die Hitze, letzte Woche wurde es bis zu 50 Grad heiß. Zahlreiche Passagiere kollabierten und mussten ärztlich versorgt werden, als der Zug nach rund einer Stunde fahrt stoppte. Was genau das Problem war, wo die Ursache liegt, das konnte oder wollte die Deutsche bahn bisher nicht sagen.

Als Entschädigung für betroffene Passagiere wurden, was auch sonst, Reisegutscheine ausgegeben. Ein Teufelskreis.

Auf Twitter verbreitete sich schon ein satirisches Plakatmotiv für die „BahnCard 50°plus – Preise, die Sie ins Schwitzen bringen“. Ohne Schwitzplatzgarantie. Auch wurde gemunkelt, man können den ICE in „Transpirapid“ umbenennen.

Jedenfalls hat die Bahn vielleicht noch ein drittes Problem: ihr Image. Aber das ist ja nichts neues. Und viel zu verlieren hat sie ja nicht mehr.

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14.07.10BahnCard 50°plus

Von Stephan  |  Außerplanmäßig

Die BahnCard 50 Grad plus

(via bateman)

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17.06.10Personenzug kollidiert bei Peine mit entgleistem Güterzug / Strecke H--BS gesperrt

Von Stephan  |  Außerplanmäßig

Regionalexpress (Rheine-Braunschweig) kollidierte Mittwoch Abend mit entgleistem Waggon eines Güterzuges – Strecke Hannover-Braunschweig bleibt bis Dienstag gesperrt – Züge werden über Wolfsburg und Hildesheim umgeleitet

Welt Online: 16 Verletzte bei Zugkollision in Peine

NDR: 16 Verletzte bei Zugunglück in Peine

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17.06.10Kurz kommentiert (VI)

Von Stephan  |  Aus der Presse

  • „Tarifdschungel schreckt Kunden ab“ schreibt Spiegel Online zu einer aktuellen Studie des Verkehrsclubs Deutschland (VCD). Naja, das ist ja nichts neues. Die Bahn kontert mit einer Pressemitteilung:
  • „DB-Kunden benoten Fahrkarten-Verkauf und Beratung gut“, und außerdem seien viele der Forderungen des VCD bereits umgesetzt worden. Die Bahn bekomme „von 84 Prozent der Fahrgäste ein gutes oder sogar sehr gutes Feedback“, so ein Bahnsprecher. Diese Zahlen basieren auf einer eigene Umfrage der Bahn. (Zur Pressemitteilung)

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01.06.10Stromabnehmer abgerissen: Panne eines ICE 3

Von Stephan  |  Außerplanmäßig

Evakuierung eines ICE3, nachdem ein Stromabnehmer beschädigt wurde
Evakuierung eines ICE auf offener Strecke, nachdem ein Stromabnehmer beschädigt worden war

dasBahnblog-Leser Kenji berichtet von diesem Ereignis in einem Forum und hat auch ein paar Fotos geschossen.

Gestern ist der ICE3 in dem ich saß, mit einer Panne stehen geblieben (bei bahnhof Offingen). Wir wurden in den hinteren Zugteil evakuiert und hatten über dreieinhalb Stunden Verspätung. Ursache war laut Aussage über die Bordlautsprecher ein abgerissener Stromabnehmer. Viele Leute lesen in Zeitungsberichten über solche Panne. Sie können es sich aber bei weitem nicht vorstellen wie so etwas abläuft oder warum es so viel Zeit braucht, das Problem zu beheben. Daher habe ich hier den Verlauf chronologisch verfasst.

Die ganze Story: ICE Stromabnehmer abgerissen – mein Live Report

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27.05.10Zwei-Klassen-Gesellschaft

Von Bahnkundschaft  |  Erfahrungen

Von Bahn-Kunde Ritsch

Ritsch war am 04.08.2008 morgens gegen 8.00 Uhr in einem ICE nach Basel unterwegs und erlebte folgendes:

Ich saß in der 1. Klasse am Übergang zur 2. Klasse und habe folgendes vernommen: Ein Fahrgast möchte in die Toilette. Die Zugbegleiterin: „Das ist die 1. Klasse-Toilette, gehen sie bitte in die 2. Klasse!“ Mit ihrer Erfahrung aus etlichen Dienstjahren bei der Bahn muss sie ihn als 2. Klasse-Fahrgast erkannt haben.

Ich frage mich nun: Wo ist der Unterschied zwischen einer 1. und einer 2. Klasse- Toilette? Ist die 1. Klasse-Toilette größer, wird sie öfter gereinigt, gibt es feuchtes Toilettenpapier? Vielleicht liegen dort die aktuellen Tageszeitungen bereit?
Oder wird man dort vom freundlichen Zugpersonal mit kleinen Snaks aus dem Bordbistro bedient?

Kann man die Toilette als 1. Klasse-Fahrgast gar Reservieren, oder gibt es die Möglichkeit bei der freundlichen Zugbegleiterin einen Übergang von der 2. Klasse- zur 1. Klasse-Toilette zu erwerben? Kann man dann dabei auch BahnCard-Punkte sammeln?

Mal angenommen die 2. Klasse-Toilette in diesem ICE ist genauso überfüllt wie der ICE regelmäßig selbst. Gibt es dann längere Aufenthalte an den Bahnhöfen um den 2. Klasse-Fahrgästen Gelegenheit zu geben ihre Notdurft zu erledigen? Bahnsteigraucher würden dies sicher begrüßen. Ich kann mir schon die Verpätungsdurchsagen an den Bahnhöfen vorstellen:
„Der ICE XY hat wegen Wartens auf Austrittreisende derzeit leider 10 Minuten Verspätung“. Wie mag das in sächselndem English klingen?

Eine daraus zu folgernde interessante Frage ist, ob ich als 1. Klasse-Fahrgast die 2. Klasse-Toilette benutzen darf. Oder darf ich sie öfter benutzen? Bestimmt habe ich „Vortritts-“ oder zumindest „Beisitzrecht“.

Aber was mache ich mir als „BahnComfort“-Kunde überhaupt Gedanken. Mit meiner „BahnCard First 100“ kann ich das ganze Jahr auf allen Toiletten aller Züge in Ganz deutschland Platz nehmen. Ausnahme: die Zugspitzbahn, denn dort gilt die Karte nicht. Aber da gibt es eh keine Toilette.

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27.05.10Sorry!

Von Stephan  |  In eigener Sache

Es tut mir leid, dass in den letzten Wochen (man kann auch Monate sagen) auf diesem Blog so wenig passiert ist. Mir fehlte einfach die Zeit, und, das muss ich zugeben, ich bin in diesem Jahr auch noch nicht viel Bahn gefahren.

Aber in den letzten Tagen haben mich Geschichten von anderen Bahnreisenden erreicht, die ich hier demnächst veröffentlichen werde. Ich bitte noch um etwas Geduld. In diesem Sinn Euch weiterhin eine gute Fahrt mit der Bahn!

Stephan von dasBahnblog.de

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21.04.10ICE verlor Tür

Von Stephan  |  Aus der Presse

Es passierte vergangenen Samstag. ICE 105 auf dem Weg nach Basel verlor eine nicht vollständig verriegelte Tür, die in die Fensterscheiben des Bistro-Waggons des entgegen kommenden ICE 612 einschlug. Dabei wurden sechs Personen durch Glassplitter verletzt oder erlitten einen Schock.

Blogger Julian Reydt war dabei: Die Deutsche Bahn und Ich, oder: Der kürzeste Stadionbesuch aller Zeiten. Bei allen ICE-Zügen derselben Bauart sollen nun die Türen überprüft werden, verspricht die Deutsche Bahn AG.

Zeit Online: Ursache für defekte ICE-Tür gefunden

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28.02.10Spitzenleistung: Sechs Stunden Verspätung bei einer fünfstündigen Bahnfahrt

Von Bahnkundschaft  |  Zu spät

Verspätung: 369 Minuten

Von Bahn-Kunde Volker Meißner

Vier freie Tage über Karneval, da bietet sich ein Kurzurlaub an. Als Ziel hatten wir Falkau im Hochschwarzwald ausgesucht. Von dort kann man zum Titisee, zum Schluchsee oder zum Feldberg wandern, Langlaufloipen gibt es vor der Haustür und genug Lifte für Skifahrer sind ebenfalls schnell zu erreichen. Dank der noch vorhandenen Lidl-Tickets war die Wahl des Verkehrsmittels schnell entschieden: für 132 Euro mit zwei Personen von Essen aus hin und zurück ohne Stress auf der Autobahn, ohne mögliche Staus und verschneiten Straßen: das ist in der Theorie nicht nur finanziell attraktiv. Laut Fahrplan dauert das mit ICE und Regionalbahn auch nur 5 Stunden und 2 Minuten. Das ist mit dem Auto kaum zu schaffen.

Nach Halt in Duisburg, Düsseldorf und Köln geht es auf die Sprinter-Strecke nach Frankfurt-Flughafen. Doch hier wird der Zug auf einmal deutlich langsamer, als man es gewöhnt ist. Ein freundlicher Zugchef verkündet, wegen Eisbildung könne man nicht mit der vorgesehene Geschwindigkeit fahren. Was soll’s, wir haben in Mannheim zehn Minuten zum Umsteigen und ICEs warten auch einige Minuten aufeinander. Doch es kam leider ganz anders.

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10.02.10Aussteigen bitte: Die Bahn fährt lieber ohne Kunden.

Von Stephan  |  Spar-Wahnsinn

Kunden sind der Bahn egal – diesen Eindruck muss man jedenfalls haben, wenn man folgende Schlagzeilen der letzten Tage verfolgt.

Lokführer sperrt zehn Kinder aus (Der Westen / WAZ)

Weil es keinen Fahrscheinautomaten am Bahnhof gab, wollten die Kinder ohne Ticket in den Zug steigen und später eine Fahrkarte kaufen. So ist das in diesem Fall auch vorgesehen. Der Zugführer war allerdings anderer Ansicht.

Bahn-Verweis für 16-Jährige (Spiegel online)

Schon ein paar Wochen her, aber nicht weniger schlimm. Die 16jährige musste am gesdchlossenen Bahnhof bei Minusgraden warten, bis sie abgeholt werden konnte. Der Bahnchef Gruber hat sich inzwischen telefonisch bei der jungen Dame entschuldigt, nach Angaben der DB AG wurde die Mitarbeitern abgemahnt.

Einsteigen – um wieder auszusteigen (Der Tagesspiegel)

Wegen Überfüllung startete ein ICE erst, nachdem die Hälfte der Passagiere wieder ausgestiegen war. Der Zug war so voll, weil er nur mit einem anstatt den vorgesehenen zwei Zugteilen unterwegs war – eine Folge der verkürzten Wartungsintervalle und des Winters, dem die ICE-Flotte nicht gewachsen ist. Viel zu wenige Züge sind einsatzbereit. Dies ist nicht der erste Fall einer Zwangs-Räumung.

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09.02.10Verspätung: geschenkt.

Von Stephan  |  Zu spät

Zu meinem Geburtstag am Sonntag hat mir die Deutsche Bahn ein ganz besonderes Geschenk ausgesucht: eine Ersatz-Lokomotive. Der IC, mit dem ich (aus Braunschweig kommend) von Wolfsburg nach Berlin fahre, darf deshalb statt mit vorgesehenen 200 Stundenkilometern maximal mit 140 fahren. So erreichen wir den Berliner Hauptbahnhof mit mindestens 30 Minuten Verspätung, wird uns kurz nach der Abfahrt mitgeteilt.

Vor dem Einstieg war den Fahrgästen natürlich noch nicht klar, warum der InterCity bereits mit 10 Minuten später in Wolfsburg eintraf. Dem Personal aber sehr wohl, denn der Ersatz-Zug war ja schon seit mehreren Stunden unterwegs, und dass der Fahrplan ab Wolfsburg nicht eingehalten werden kann, hätte man durchaus kundtun können. Vielleicht hätten sich ein paar Fahrgäste eine andere Route oder einen anderen Zug ausgesucht. Ich kam schließlich mit 35 Minuten Verspätung in Berlin an.

Der planmäßig in Wolfsburg rund 20 Minuten später abfahrende ICE wäre für mich leider keine Alternative gewesen, denn dieser wurde in Wolfsburg bereits mit 35 Minuten Verspätung angekündigt – wegen einer Störung am Triebfahrzeug übrigens.

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06.02.10Erstens kommt es anders...

Von Tina  |  Außerplanmäßig

…und zweitens als man denkt.

Mittwoch, 20.01.2010
17:00 Uhr – im Büro
Blick ins Internet auf die DB Seite „Ist mein Zug pünktlich?“ Ja, ist er! Ich kann es kaum glauben. Der ICE 70 hat keine Verspätung, nicht mal die obligatorischen 5 Minuten wegen „Verspäteter Übergabe aus dem Ausland“. Klasse, das wäre dann im Zeitraum von 14 Tagen das dritte Mal, dass ich an meinem Zielbahnhof vielleicht pünktlich ankomme (je mehr Zeit man mit und in der Bahn verbringt, desto bescheidener wird man in seinen Ansprüchen und freut sich auch über kleine Dinge des Lebens. Und sei es nur eine pünktliche Abfahrt).

Doch leider kam es anders.

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