24.12.12Alle Jahre wieder...

Von Stephan  |  Preiserhöhung

…sind die Züge kurz vor Weihnachten besonders voll. Auch früh morgens. Das habe ich am Samstag persönlich feststellen dürfen. Immerhin im BordRestaurant gab es noch ein paar Sitzplätze. Dass ich für eine Platzreservierung inzwischen 4,00 Euro bezahlen soll, das sehe ich nicht ein. Ich bin ja optimistisch, auch ohne Reservierung noch eine Sitzgelegenheit zu ergattern.

Pünktlich mit dem Wechsel zum sogenannten Winterfahrplan am 9. Dezember hat die Bahn auch mal wieder die Preise erhöht. Im Schnitt um 2,8 Prozent, sagt sie. Ich habe meine Vergleichsstrecke Flensburg-Braunschweig überprüft: 76,00 Euro kostet die einfache Fahrt inzwischen. Im Jahr 2006 waren es nur 60,00 Euro. Der Preis ist seitdem um 24% gestiegen. (Der Durchschnittswert laut Statistischem Bundesamt liegt bei ca. 12%.)

Frohe Weihnachten und gute Reise.

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24.12.12Verspätungsmeldungen auf Twitter noch außer Betrieb

Von Stephan  |  In eigener Sache

Einige haben es längst bemerkt: Seit Oktober gibt es keine automatischen Verspätungs-Tweets von @verspaetung mehr. Die Bahn hat offensichtlich etwas an ihrer Schnittstelle geändert, und ich bin bisher noch nicht dazu gekommen, das Problem zu lösen. Aber es gibt bekundetes Interesse an diesem Service, und es wird damit bald weiter gehen.

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21.09.11Bahn veröffentlicht ihre erste Pünktlichkeits-Statistik

Von Stephan  |  Die Bahn informiert

Wow. Die Bahn macht ernst. Im Sommer hatte die Deutsche Bahn angekündigt, zukünftig mehr Transparenz zu zeigen und Daten über die Pünktlichkeit ihrer Züge regelmäßig, jeden Monat, zu veröffentlichen. Gestern gab sie die ersten Daten heraus. Und die sehen auf den ersten Blick ungefähr so aus, wie man es erwartet hat: Irgendwo zwischen 90 und 95 Prozent der Züge sind pünktlich, das bedeutet sie haben weniger als 6 Minuten Verspätung.

Allerdings nur wenn man die Gesamtzahlen betrachtet. Im Fernverkehr, also bei ICs und ICEs, liegt die Quote für August nur bei 80%. Das heißt, jeder fünfte Fernzug kommt zu spät. Und das ist eine ganze Menge. Immerhin bedeutet das oft, das Anschlusszüge nicht mehr erreicht werden oder andere Termine verpasst werden.

Offizielle Daten der DB AG
Die offizielle Statistik der Deutschen Bahn AG (Screenshot 21.09.11)

Übrigens sprach die Bahn früher immer davon, das ein Zug verspätet ist, wenn er 5 Minuten zu spät ist oder mehr. So wird es zum Beispiel auch in der Onlineauskunft dargestellt. In der neuen Statistik ist aber ein Zug mit 5 Minuten Verspätung noch pünktlich. Eine Minute mag nicht viel erscheinen, aber bei der Menge der Züge dürfte das einiges ausmachen.

Ich finde diese offizielle Statistik der Bahn zwar ganz nett, aber wirklich aussagekräftig sind die Zahlen nicht. Wie viele Züge sind denn so spät, das Anschlusszüge verpasst werden, und wie viel Verspätung hat ein betroffener Fahrgast an seinem Fahrziel? Und aus welchen Grnden sind die Züge verspätet? Die eigene Statistik von dasBahnblog.de ist zur Zeit leider außer Betrieb, aber ich arbeite daran sie wieder in Gang zu setzen und zu vergleichen.

Deutsche Bahn: Pünktlichkeitsentwicklung 2011

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09.06.11Die Bahn twittert jetzt. Ganz offiziell.

Von Stephan  |  Positives

Seit gestern ist der Account DB_Bahn aktiv und beantwortet zwischen 6.00 und 20.00 Uhr Anfragen von Twitternutzern. Es geht rund auf dem Kanal: Am ersten Tag haben die 7 Mitarbeiter bereits 427 Tweets verschickt – allesamt Antworten auf Anfragen von Kunden. Ich habe es eine Weile beobachtet, die Antworten kommen relativ schnell und soweit ich das beurteilen kann, sind sie in den vielen Fällen durchaus hilfreich.

Ich finde es super, dass die Bahn diesen Schritt geht und bin gespannt auf die zukünftige Entwicklung.

Eine kuriose Story dazu am Rande gibt es zu einem Wasserkübel auf dem Bahnsteig Euskirchen – Humor gehört natürlich auch dazu.

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24.05.11Brandanschlag legt Berliner Nahverkehr lahm

Von Stephan  |  Außerplanmäßig

Gestern morgen zum Wochenbeginn hat ein Kabelbrand große Teile des S-Bahn-Netzes im Osten Berlins und auch den Betrieb der Regionalbahnen stark beeinträchtigt. Ich selbst hatte Glück und habe gegen 8.00 Uhr eine der ersten S-Bahnen erwischt, die wieder einigermaßen stabil den Betrieb aufgenommen hat, soweit dies möglich war. Bis zum Mittag kam es auf fast allen Linien zu Verspätungen, und rund um den Bahnhof Ostkreuz war gar kein Betrieb möglich. Erst gegen Abend konnte dort ein regelmäßiger Pendelbetrieb angeboten werden.

Auch am heutigen Dienstag, und vermutlich noch in den kommen Tagen, bestehen weiterhin Einschränkungen rund um den Bahnhof Ostkreuz. Betroffen sind die Linien S3, S5, S7, S75 und S9. Informationen zur aktuellen Situation veröffentlich die S-Bahn Berlin GmbH auf ihrer Webseite.

Der Kabelbrand und die daraus resultierende Störung war das Ergebnis eines Anschlags durch linksautonome Gruppe, die sich zu der Tat bekannt hat. Sie fordert den Aussteig aus der Atomenergie und dem Waffenhandel.

Es sind bei dem Brand auch zahlreiche weitere Kommunikaitonsleitungen beschädigt worden, dies führte zum Ausfall einiger tausend Telefonanschlüsse und von Teilen des Vodafone-Mobilfunknetzes. Auch die Online-Reiseauskunft der Bahn und das Online-Buchungssystem waren am Montag vormittag nicht erreichbar.

RBB (Montag abend): Aktuelle Situation nach Kabelbrand

Für die Kunden war es eine sehr ärgerliche Situation am Montag morgen, denn auch die Anzeigetafeln und die Beschallungsanlage war an einigen Bahnhöfen rund um das Ostkreuz ausgefallen. Zwei Stellwerke (Ostkreuz und Treptower Park) waren nicht mehr voll betriebsfähig, daher wurden Pendelverkehre eingerichtet. Obwohl der Brandanschlag nur an einem einzigen Ort zu Beschädigungen geführt hat, hatte dies so weitreichende und langfristige Auswirkungen – ein Armutszeugnis für die S-Bahn Berlin, wie ich finde. Eine bedeutende Infrastruktur wie die S-Bahn muss doch für solche Fälle auf redundante Systeme und vorbereitete, funktionierende Notfallpläne zurückgreifen können. Und dies gilt auch für den Mutterkonzern Deutsche Bahn. Das Buchungssystem, sowohl im Internet als auch telefonisch, war stundenlang nicht erreichbar.

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21.05.11Güterzug mit Gefahrgut entgleist - Streckensperrung zwischen Freiburg und Basel

Von Stephan  |  Unfallmeldung

Am gestrigen Freitag sind im Bahnhof Mühlheim einige Waggons eines Güterzuges entgleist, einige hatten Gefahrgut geladen. Größere Mengen chemischer Stoffe traten aus, und eine Explosionsgefahr konnte anfangs nicht ausgeschlossen werden. Das Gebiet um den Bahnhof wurde in einem Umkreis von 500 Metern evakuiert, am Abend konnten die Anwohner in ihre Häuser zurückkehren.

Entgleister Zug im Bahnhof Mühlheim
Die entgleisten Waggons haben auch Gleise und Oberleitungen beschädigt, die Strecke bleibt zunächst gesperrt. (Foto: dpa)

Personen kamen den Meldungen zufolge nicht zu Schaden, aber die Bahnstrecke zwischen Freiburg und Basel musste komplett gesperrt werden. Wann die Sperrung wieder aufgehoben kann, ist unklar, da die Waggons zunächst mit schwerem Gerät geborgen werden müssen und auch Gleisbett und Oberleitung beschädigt wurden. Fernreisende werden umgeleitet und müssen Verspätungen von mindestens einer Stunde in Kauf nehmen. Nach Angaben der Bahn halten Fernzüge in Basel beziehungsweise Freiburg. Regionalzüge transportieren Reisende bis Heitersheim beziehungsweise Schliengen. Dazwischen pendeln Ersatzbusse.

ARD / SWR: Unfall mit Gefahrgut-Zug legt Rheintalstrecke lahm

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21.05.11Keine Online-Buchungen bei der Bahn an diesem Wochenende

Von Stephan  |  Die Bahn informiert

Die Bahn teilt mit: An diesem Wochenende ist die Onlinebuchung von Fahrkarten und Reservierungen auf bahn.de und dem mobilen Portal m.bahn.de vorübergehend nicht möglich. Von Samstag, 21. Mai, 18 Uhr, bis Sonntag, 22. Mai, 12 Uhr, wird das System gewartet und aktualisiert. Die DB bittet um Verständnis für die Einschränkungen.

Reisende werden gebeten, ihre Fahrkarten vor den Wartungsarbeiten oder über andere Vertriebswege zu kaufen – in Reisezentren, Agenturen, am Automaten oder telefonisch über den telefonischen Reise-Service.

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22.04.11DeinBus gewinnt Rechtsstreit gegen die Deutsche Bahn

Von Stephan  |  Positives

Screenshot DeinBus.de

David gegen Goliath – so wirkte dieser Rechtsstreit um organisierte Bus-Fahrgemeinschaften. Das Jungunternehmen hinter DeinBus.de, einem Onlineportal für gemeinschaftliches Reisen mit dem Bus wurde von der Deutschen Bahn im vergangenen Herbst auf Unterlassung verklagt. Es handele sich um unzulässigen Linienverkehr, den die drei studentischen Firmengründer anbieten. Hintergrund ist ein Gesetz mit Ursprüngen in den 1930er Jahrens, das die Reichsbahn vor Konkurrenz schützen sollte (vgl. PBefG §13 Abs. 2,2b).

Gelegenheitsverkehr mit Reisebussen hingegen wurde dem Unternehmen vom zuständigen Landratsamt genehmigt – und diese Genehmigung reicht aus, befanden die Richter mit ihrem Urteil am Mittwoch. Die Klage der Bahn wurde abgewiesen. Eine detaillierte Urteilsbegründung steht allerdings noch aus.

Herzlichen Glückwunsch, DeinBus!

Stern.de: DeinBus.de besiegt Deutsche Bahn

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21.04.11ICE-Strecke Berlin-Hannover wieder frei

Von Stephan  |  Außerplanmäßig

Am gestrigen Donnerstag, pünktlich zum Osterreiseverkehr, blockierte ein umgestürzter Baukran die ICE-Strecke von Berlin nach Hannover. Bei Wolfsburg war in der Nacht zu Donnerstag der Kran in die derzeit wegen Bauarbeiten ohnehin eingleisige Strecke gestürzt und hatte die Gleisanlagen beschädigt, bestätigte die Deutsche Bahn. Züge mussten umgeleitet werden, die Fahrzeit im Fernverkehr verlängerte sich um bis zu eine Stunde. Am Abend wurde die Strecke wieder freigegeben.

Spiegel Online: Umgestürzter Baukran

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18.02.11S-Bahn Berlin: Hund sorgt für Zugausfälle

Von Stephan  |  Außerplanmäßig

Gestern morgen mitten im Berufsverkehr überlegte sich ein Hund, er könne doch mal über die Gleise spazieren – und löste damit Verspätungen und Zugausfälle aus. Die Stadtbahn-Strecke quer durch Berlin wurde auf Anordnung der Bundespolizei für eine Sunde gesperrt, nicht nur für die S-Bahn, auch für Regional- und Fernverkehr. Anscheindend war ein Großaufgebot der Polizei damit beschäftigt, das Tier einzufangen (laut ersten Meldungen auf Twitter). Nur zögerlich konnten anschließend Verspätungen wieder aufgeholt werden.

Ich selbst stand am Bahnhof Griebnitzsee. Erst fünf Minuten nach der planmäßigen Abfahrtszeit gab es eine Ansage, dass der Zug ausfällt und der nächste dann in 20 Minuten kommt. Der fuhr dann nicht sofort weiter, sondern wartete noch 6 oder 7 Minuten auf den Gegenzug, denn die Strecke ist teilweise nur eingleisig. Dementsprechend übertragen sich Verspätungen leicht von einem Zug zum nächsten. Mich hat die Aktion am Ende eine halbe Stunde mehr Fahrzeit gekostet, und ich hoffe, der Hund war gut versichert, so ein Polizeieinsatz dürfte nicht ganz billig sein.

Ein katalanischer Hirtenhund (Symbolbild) soll für die Sperrung verantwortlich sein
Ein katalanischer Hirtenhund (hier ein Artgenosse) soll die Sperrung ausgelöst haben

Die Berliner Morgenpost meldet, die Suchaktion der Bundespolizei verlief erfolglos, der katalanische Hirtenhund sei aber von alleine zur Besitzerin zurückgekehrt.

Berliner Morgenpost: Hirtenhund legt die S-Bahn lahm

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09.02.11Kurz kommentiert (VII)

Von Stephan  |  Aus der Presse

“Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe hat entschieden, dass Verkehrsaufträge ab sofort unbedingt öffentlich ausgeschrieben werden müssen, so dass sich mehrere Unternehmen darum bewerben können. Direktvergaben, von denen bislang oft die Bahn profitiert hatte, erklärte das Gericht nur noch in Ausnahmefällen für zulässig.” (Zeit online)

Das Urteil kann auch Auswirkungen auf die Vergabe des S-Bahn-Netzes in Berlin im Jahr 2017 haben. Eine europaweite Ausschreibung belebt den Wettbewerb und führt hoffentlich zu einem besseren Angebot als zur Zeit. (Nagut, schlechter als der aktuelle “Winterfahrplan” kann’s ja eigentlich nicht mehr werden.)

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09.02.11Bahnstrecke am Kölner Bahnübergang wird gesperrt

Von Stephan  |  Aus der Presse

Der Bahnübergang in Köln-Hohenhaus, an dem es mehrfach zu gefährlichen Situationen gekommen war (siehe dasBahnblog imDez. 2010), weil sich die Schranken nicht schlossen, ist immer noch ein Problem. Deshalb hat die Bahn beschlossen, die betroffene Bahnstrecke zu sperren, bis eine Lösung gefunden ist. Seit November kam es mehrfach zu lebensgefährlichen Beinahe-Unfällen. Mehrere Züge den nicht technisch gesicherten Übergang mit hoher Geschwindigkeit, Passanten konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen.

Mir ist noch nicht ganz klar, wie es dazu kommen kann, denn es gibt verschiedene Sicherungssysteme und Regelungen für das Verhalten bei Störungen. Soweit mir bekannt ist, muss der Triebfahrzeugführer des Zuges, sofern der Übergang nicht “technisch gesichert” ist, vor dem Übergang halten und darf ihn anschließend nur langsam überqueren. Falls die Schranken ausfallen, müssen Sicherungsposten den Übergang für den Straßenverkehr sperren und dieses auch dem zuständigen Fahrdienstleiter melden, der dann de Strecke für den Zug freigibt. Offenbar gab es diese Sicherungsposten nciht, dennoch wurde dem Zug die Fahrt gestattet, irgendetwas ist da schief gelaufen.

Wikipedia: Bahnübergang

Kölner Stadtanzeiger: Bahn sperrt gefährliche Strecke

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