21.09.11Bahn veröffentlicht ihre erste Pünktlichkeits-Statistik

Von Stephan  |  Die Bahn informiert

Wow. Die Bahn macht ernst. Im Sommer hatte die Deutsche Bahn angekündigt, zukünftig mehr Transparenz zu zeigen und Daten über die Pünktlichkeit ihrer Züge regelmäßig, jeden Monat, zu veröffentlichen. Gestern gab sie die ersten Daten heraus. Und die sehen auf den ersten Blick ungefähr so aus, wie man es erwartet hat: Irgendwo zwischen 90 und 95 Prozent der Züge sind pünktlich, das bedeutet sie haben weniger als 6 Minuten Verspätung.

Allerdings nur wenn man die Gesamtzahlen betrachtet. Im Fernverkehr, also bei ICs und ICEs, liegt die Quote für August nur bei 80%. Das heißt, jeder fünfte Fernzug kommt zu spät. Und das ist eine ganze Menge. Immerhin bedeutet das oft, das Anschlusszüge nicht mehr erreicht werden oder andere Termine verpasst werden.

Offizielle Daten der DB AG
Die offizielle Statistik der Deutschen Bahn AG (Screenshot 21.09.11)

Übrigens sprach die Bahn früher immer davon, das ein Zug verspätet ist, wenn er 5 Minuten zu spät ist oder mehr. So wird es zum Beispiel auch in der Onlineauskunft dargestellt. In der neuen Statistik ist aber ein Zug mit 5 Minuten Verspätung noch pünktlich. Eine Minute mag nicht viel erscheinen, aber bei der Menge der Züge dürfte das einiges ausmachen.

Ich finde diese offizielle Statistik der Bahn zwar ganz nett, aber wirklich aussagekräftig sind die Zahlen nicht. Wie viele Züge sind denn so spät, das Anschlusszüge verpasst werden, und wie viel Verspätung hat ein betroffener Fahrgast an seinem Fahrziel? Und aus welchen Grnden sind die Züge verspätet? Die eigene Statistik von dasBahnblog.de ist zur Zeit leider außer Betrieb, aber ich arbeite daran sie wieder in Gang zu setzen und zu vergleichen.

Deutsche Bahn: Pünktlichkeitsentwicklung 2011

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09.06.11Die Bahn twittert jetzt. Ganz offiziell.

Von Stephan  |  Positives

Seit gestern ist der Account DB_Bahn aktiv und beantwortet zwischen 6.00 und 20.00 Uhr Anfragen von Twitternutzern. Es geht rund auf dem Kanal: Am ersten Tag haben die 7 Mitarbeiter bereits 427 Tweets verschickt – allesamt Antworten auf Anfragen von Kunden. Ich habe es eine Weile beobachtet, die Antworten kommen relativ schnell und soweit ich das beurteilen kann, sind sie in den vielen Fällen durchaus hilfreich.

Ich finde es super, dass die Bahn diesen Schritt geht und bin gespannt auf die zukünftige Entwicklung.

Eine kuriose Story dazu am Rande gibt es zu einem Wasserkübel auf dem Bahnsteig Euskirchen – Humor gehört natürlich auch dazu.

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21.05.11Keine Online-Buchungen bei der Bahn an diesem Wochenende

Von Stephan  |  Die Bahn informiert

Die Bahn teilt mit: An diesem Wochenende ist die Onlinebuchung von Fahrkarten und Reservierungen auf bahn.de und dem mobilen Portal m.bahn.de vorübergehend nicht möglich. Von Samstag, 21. Mai, 18 Uhr, bis Sonntag, 22. Mai, 12 Uhr, wird das System gewartet und aktualisiert. Die DB bittet um Verständnis für die Einschränkungen.

Reisende werden gebeten, ihre Fahrkarten vor den Wartungsarbeiten oder über andere Vertriebswege zu kaufen – in Reisezentren, Agenturen, am Automaten oder telefonisch über den telefonischen Reise-Service.

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05.01.11S-Bahn Berlin ab morgen wieder auf allen Strecken

Von Stephan  |  Chao-S-Bahn

Hui, das ging ja schneller als ich gedacht hätte. Ab morgen sollen auf den seit Montag nicht mehr befahrenen Strecken wieder Züge verkehren, teilte die Deutsche Bahn mit. Der Ersatzverkehr mit Bussen wird eingestellt.

Alle Linien fahren dann im 20-Minuten-Takt, auf wenigen wichtigen Streckenabschnitten sogar im 10-Minuten-Takt. Den genauen Fahrplan gibt es bei der S-Bahn Berlin

Heute Abend endet übrigens das Ultimatum der Verkehressenatorin Junge-Reyer (SPD). Bis dahin muss die Deutsche Bahn erklären, wie sie ihr Tochterunternehmen S-Bahn Berlin GmbH aus der Krise führen will. Kommenden Montag soll dann Bahnchef Rüdiger Grube im Verkehrsausschuss des Abgeordnetenhauses zur Situation Stellung nehmen.

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04.01.11Bis Sonntag Notfahrplan in Nordost-Bayern

Von Stephan  |  Die Bahn informiert

Rund um Hof / Nordost-Bayern gilt von heute bis Sonntag ein Notfahrplan. Einige Züge fahren nur eine Teilstrecke, manche werden durch Busse ersetzt.

Die Deutsche Bahn informiert (Stand 04.01.2011):

  • Der Zugverkehr Hof – Selb Stadt und Münchberg – Helmbrechts bleibt bis zum 09.01.2011 eingestellt. Die ausfallenden Züge werden durch Busse ersetzt.
  • Die RE-Züge der Relation Regensburg – Hof – Gera (RE) verkehren abweichend ab Hof über Plauen und Reichenbach nach Zwickau. Reisende in Richtung Gera steigen bitte in Hof um.
  • Die RE-Züge der Relation von Nürnberg nach Marktredwitz werden bis Hof verlängert. Bei den RE-Zügen Nürnberg – Cheb besteht in Marktredwitz Anschluss in Richtung Hof.
  • Der zweistündlich über Bayreuth verkehrende Franken-Sachsen-Express (IRE) von Nürnberg nach Dresden verkehrt zwischen Nürnberg und Bayereuth planmäßig und fällt dann zwischen Bayreuth und Dresden aus. Der ebenfalls zweistündlich über Marktredwitz verkehrende Franken-Sachsen-Express (IRE) von Nürnberg nach Dresden ist hiervon nicht betroffen. Reisende aus Bayreuth Richtung Hof / Dresden nutzen bitte die Regionalbahn bis Kirchenlaibach und steigen dort um.
  • Ebenfalls unverändert verkehren folgende Züge: IRE 3097/3099 Nürnberg ab 18:42h, Chemnitz an 22:16h, am Samstag und Sonntag weiter nach Dresden an 23:10h sowie IRE 3080/3082, Chemnitz ab 05:57h, Nürnberg an 09:18h, nur Montags bereits ab Dresden ab 05:01 Uhr

(Hervorhebung d. d. Red.)

Frankenpost: Bahn setzt Notfahrplan in Kraft

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26.10.10Bei der Bahn wird gestreikt

Von Stephan  |  Ärgerlich

Bei der Bahn wird mal wieder gestreikt, besonders soll der Regionalverkehr betroffen sein. Ich selbst habe heute morgen allerdings in Berlin nicht viel davon mitbekommen, die S-Bahn war auch nicht voller als sonst.

Deutsche Bahn: Informationen zum Streik

Aktuelles auf Twitter

Update 18:15 Uhr

An den Arbeitsniederlegungen im Regionalverkehr seien am Morgen rund 1600 Eisenbahner beteiligt gewesen. Auch wichtige Fernverbindungen der Bahn waren zeitweise unterbrochen. (…) Nachdem zu Anfang vor allem Bayern und Nordrhein-Westfalen betroffen waren, legten Gewerkschaftsangaben zufolge später auch Bahner in Hessen, Rheinland-Pfalz, Thüringen, Baden-Württemberg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg ihre Arbeit nieder.

Tagesschau: Streiks beendet – Behinderungen gehen weiter

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14.01.10Bundesweite Einschränkungen im ICE-Verkehr

Von Stephan  |  Die Bahn informiert

Der Winter macht der Bahn auch im Fernverkehr Probleme. Wegen Vereisungen, Schneeverwehungen und Eisregen, so die offizielle Begründung, wird der Verkehr auf den ICE-Strecken Köln-Berlin, Hamburg-München, Bremen-München und nach Brüssel und Amsterdam reduziert. Teilweise kommen nur halb so lange Züge zum Einsatz, für die Reisenden wird es also enger.

Focus online: Weiter Einschränkungen auf wichtigen ICE-Linien

15.12.09Neue Info-Displays an zwei Berliner Bahnhöfen

Von Stephan  |  Die Bahn informiert

Es gibt neue Zugzielanzeiger an den Bahnhöfen Alexanderplatz und Friedrichstraße, wo täglich zahlreiche Reionalbahnen ein- und abfahren. Bisher waren dort die typischen, klassisschen Fallblattanzeigen angebracht. Nun sind es digitale Displays mit weißer Schrift auf blauem Grund, wie sie schon an vielen Bahnhöfen zu finden sind.

Gleichzeitig wurde die Steuerung der automatischen Ansagen bei Einfahrt eines Zuges optimiert, sie werden nun (so entnehme ich es dieser Pressemitteilung der DB) von den Zugzielanzeigern ausgelöst:

Die modernen Zuganzeiger am Bahnsteig erkennen die Zugbewegung und das Halten des Zuges im Bahnsteiggleis und steuern so zeitgenau die Einfahrts- oder Durchfahrtsansagen.

Bisher ertönte die Ansage „Herzlich Willkommen in Berlin-[Bahnhofsname]!“ auch gerne mal, bevor der Zug zu sehen war. Es kann also nur besser werden.

08.10.09Alle Jahre wieder: Preiserhöhung Dezember 2009

Von Stephan  |  Preiserhöhung

Mitten in den Koalitionsverhandlungen, wo es wohl auch um einen neuen Privatisierungs-Versuch der Deutschen bahn gehen wird, kündigt der Konzernvorstand der DB eine Fahrpreiserhöhung an. Zum Fahrplanwechsel im Dezember sollen die Tickets im Schnitt 1,8 Prozent teurer werden. Begründet wird dies mit gestiegenen Personalkosten.

Die BahnCard 50, 2. Klasse, wird um 2,2% teurer und kostet dann 230,- Euro. Die ermäßigte BahnCard50 steigt sogar um 2,6 Prozent auf 118,- Euro.

Für meine Vergleichsstrecke Braunschweig-Flensburg kostet die einfache Fahrt (Normalpreis) zur Zeit 70,00 Euro. Vor vier Jahren lag der Preis noch bei 62,00 Euro. Zukünftig werden es dann also 71,00 oder 71,50 sein, das entspricht einer Steigerung von 15%. Die Inflation in Deutschland betrug im selben Zeitraum nur ca. 8,5 Prozent.

Ich habe jetzt keine Lust, in den Geschäftsbericht zu schauen. Dort wird man aber sicherlich lesen können, das der Gewinn erneut gestiegen ist und die Zahl der Mitarbeiter reduziert wurde.

Pressemitteilung: DB-Bahnpreise steigen um durchschnittlich 1,8 Prozent

02.10.09Entschädigung für Berliner Nahverkehrs-Kunden

Von Stephan  |  Chao-S-Bahn

Die Deutsche Bahn hat den Berlinern umfangreiche Entschädigungen zugesagt, nachdem wochenlang S-Bahnen ausgefallen, dann teilweise nur in langen Taktzeiten und vielerorts überfüllt unterwegs gewesen waren. Mangelnde Wartung aufgrund von rigerosen Sparmaßnahmen war die Ursache für die Ausfälle (dasbahnblog berichtete hier, hier oder hier und hier.). Nicht nur Stammkunden mit Jahreskarten-Abonnement sollen entschädigt werden:

  • Studenten mit Semesterticket dürfen im Dezember kostenlos den öffentlichen Nahverkehr nutzen
  • Inhaber einer Monatskarte oder des Sozialtickets erhalten Anfang des nächsten Jahres eine Erstattung von 15 Euro
  • Gleitenden Monatskarte, die im Dezember beginnen (Tarifgebiet AB / BC / ABC), gelten eine Woche länger
  • Die Kurzstrecke wird zur Tageskarte: An den vier Adventswochenenden können alle Fahrgäste mit einem Einzelfahrausweis der Tarifbereiche AB, BC oder ABC den ganzen Tag fahren

Diese Regelungen gelten für alle Tickets des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB), es ist also egal, ob man die Fahrkarte bei der BVG oder der DB bezogen hat. Außerdem hat die Bahn angekündigt, in die Ausstattung der S-Bahnhöfe zu investieren und an 55 Stationen moderne Zugzielanzeiger zu installieren. Und sie spendet je 100.000 Euro an vier Berliner Wohltätigkeitsorganisationen und Interessensverbände.

Im Oktober soll sich die Situation weiter entspannen, nachdem bereits Anfang dieser Woche der Betrieb auf Teilen der Stadtbahn zwischen Alexanderplatz und Westkreuz wieder aufgenommen wurde. Mitte Oktober soll rund die Hälfte der Züge wieder einsatzbereit sein. Unterdessen wird weiter ermittelt, wie es zu den gravierenden „unsorgfältigen“ Zuständen bei der Wartung kommen konnte und ob tatsächlich Prüfprotokolle gefälscht worden sind.

„Wir bleiben bei unserer Planung, bis Mitte Dezember wieder den vollen Fahrplan zu fahren. Dies steht aber unter dem Vorbehalt, dass bei den laufenden zusätzlichen Überprüfungen keine weiteren gravierenden Mängel entdeckt werden“. (Ulrich Homburg, Vorstand Personenverkehr der Deutschen Bahn)

Na, hoffen wir mal das beste. Und für die Sammlung der Bahn-Euphemismen ist ein neues Wort aufgetaucht: „Angebotsverbesserung“. Heißt: Die Situation verbessert sich von „fast gar kein Betrieb“ zu „etwas mehr als fast gar kein Betrieb“ .

Pressemitteilung DB AG: DB schnürt zusätzliches Entschädigungspaket

Update 08.10.2009: Die Kundenbetreuung der S-Bahn Berlin sagt:

„Da uns die einzelnen Semesterticketinhaber nicht bekannt sind, muss der finanzielle Ausgleich über den Vertragspartner auf Hochschulseite, d.h. über den zuständigen AStA oder die Hochschule selber, vorgenommen werden. Wie der konkrete Erstattungsbetrag dem einzelnen Studierenden zu Gute kommen wird, wird noch geklärt.“

Und auch der Pressesprecher der DB ist nicht konkreter und teilt mit,

„(..) dass mit den jeweiligen Studentenvertretungen eine Regelung zur Rückerstattung gefunden wird, da die Semestertickets ja bereits vorab bezahlt worden sind.“

Also müssen die betroffenen Studenten abwarten und ggf. bei den AStAs nachfragen.

07.09.09Erneut starke Einschränkungen bei Berliner S-Bahn

Von Stephan  |  Chao-S-Bahn

Gerade mal seit ein paar Tagen fahren die meisten S-Bahnen in der Hauptstadt wieder einigermaßen regelmäßig, schon wird fast der gesamte Verkehr wieder eingestellt. Es wurden Probleme mit den Bremsen festgestellt, drei Viertel der Zugflotte werden außer Betrieb genommen.

Ab morgen werden nur noch die Ringbahnlinien S41 und S42 und die Nord-Süd-Bahnen S1, S2 und S25 die wichtigsten Stationen bedienen. Ab Mittwoch soll ein Notfahrplan gelten – wie lange, ist noch nicht bekannt.

Welt online: Berliner S-Bahn kündigt neuen Notfahrplan an

10.06.09Fahrplanwechsel am 14. Juni

Von Stephan  |  Die Bahn informiert

Wie in jedem Jahr findet am 14. Juni die Umstellung auf den Sommerfahrplan der Bahn statt. Zahlreiche Verbesserungen kündigt die Bahn in ihrer Pressemitteilung heute an.

Unter anderem sind die Bauarbeiten auf der ICE-Strecke Hamburg-Berlin beendet, die Fahrzeit beträgt dann wieder 90 Minuten. Während der Bauphase verlängerte sich die Reise um rind 40 Minuten, was durch den „zusätzliche Inklusivservice“ wieder gut gemacht werden sollte. Künftig gibt es keine Snacks und Kaltgetränke mehr. Schade, denn meine Max-Maulwurf-Pralinenschachtel-Sammlung ist noch nicht sehr umfangreich.

Max Maulwurf Kollektion
„Lassen Sie sich unsere Bauarbeiten etwas versüßen“ – Meine Max-Maulwurf-Pralinenschachtel-Sammlung.

Zukünftig werden wieder mehr ICE-T-Züge eingesetzt, die wegen der verkürzten Wartungsintervalle teilweise ersetzt worden waren und für zahrleiche Fahrzeitverlängerungen“ (Verspätungen) sorgten. Außerdem gibt es einen neuen ICE-Haltepunkt: einmal täglich hält in Düren (NRW) der ICE von Achen nach Berlin.

p(readmore) Pressemitteilung der DB AG: Bahn verbessert Angebot zum 14. Juni