10.02.10 Aussteigen bitte: Die Bahn fährt lieber ohne Kunden.
Kunden sind der Bahn egal – diesen Eindruck muss man jedenfalls haben, wenn man folgende Schlagzeilen der letzten Tage verfolgt.
Lokführer sperrt zehn Kinder aus (Der Westen / WAZ)
Weil es keinen Fahrscheinautomaten am Bahnhof gab, wollten die Kinder ohne Ticket in den Zug steigen und später eine Fahrkarte kaufen. So ist das in diesem Fall auch vorgesehen. Der Zugführer war allerdings anderer Ansicht.
Bahn-Verweis für 16-Jährige (Spiegel online)
Schon ein paar Wochen her, aber nicht weniger schlimm. Die 16jährige musste am gesdchlossenen Bahnhof bei Minusgraden warten, bis sie abgeholt werden konnte. Der Bahnchef Gruber hat sich inzwischen telefonisch bei der jungen Dame entschuldigt, nach Angaben der DB AG wurde die Mitarbeitern abgemahnt.
Einsteigen – um wieder auszusteigen (Der Tagesspiegel)
Wegen Überfüllung startete ein ICE erst, nachdem die Hälfte der Passagiere wieder ausgestiegen war. Der Zug war so voll, weil er nur mit einem anstatt den vorgesehenen zwei Zugteilen unterwegs war – eine Folge der verkürzten Wartungsintervalle und des Winters, dem die ICE-Flotte nicht gewachsen ist. Viel zu wenige Züge sind einsatzbereit. Dies ist nicht der erste Fall einer Zwangs-Räumung.


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