13.04.09 Banken erstatten Anzeige - Wie gelangte die Bahn an Kontodaten?
Die Frankfurter Volksbank und die Sparda-Bank Hessen haben gegen die Deutsche Bahn Anzeige erstattet. Grund: Im Rahmen der Korruptionsbekämpfung sind Kontodaten von Bahn-Mitarbeitern überprüft worden – Daten, die nicht rechtmäßig in die Hände der Bahn gelangen durften. Anlass ist der letzte Woche vorgelegte Untersuchungsbericht vom Berliner Datenschutzbeauftragen Alexander Dix.
Das Handelsblatt berichtet, dass die Banken davon ausgehen, dass die Daten illegal beschafft wurden, und fordern jetzt lückenlose Aufklärung. Schon im offiziellen Zwischenbericht, den die Bahn Anfang Februar selbst veröffentlich hat, ist zu lesen:
„Die von der DB eingeschaltete Rechtsanwaltskanzlei beauftragte die Firma Argen, Kontobewegungsdaten der verdächtigen DB-Mitarbeiter und der beauftragten Firma zu ermitteln. Die Untersuchungen konnten den Verdacht der Korruption nicht erhärten.“ (Zwischenbericht Überprüfung der Ordnungsmäßigkeit von Maßnahmen der Korruptionsbekämpfung in den Jahren 1998-2007, DB AG 10.02.2009)
Auf welchem Weg die Daten die Banken verlassen konnten, soll jetzt aufgeklärt werden.


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