15.09.08 Bedienzuschlag kommt nicht
Am Freitag schon hat die DB eine Pressemitteilung veröffentlicht. Sie besteht nur aus einem einzigen Satz:
Die DB hat am heutigen Freitag entschieden, keinen Zuschlag für den personenbedienten Verkauf einzuführen.
(Herausgeber: Deutsche Bahn AG, Potsdamer Platz 2, 10785 Berlin, Deutschland. Verantwortlich für den Inhalt: Konzernsprecher/Leiter
Unternehmenskommunikation Oliver Schumacher)
Quelle: www.db.de
Also: Aufatmen! Ich habe, ganz ehrlich, nicht damit gerechnet. Der öffentliche Druck war wohl groß genug, um die Bahn dazu zu bewegen, die Gebühr in Höhe von € 2,50 pro Strecke für den Fahrkartenkauf am Schalter doch nicht einzuführen. Dadurch entgehen der Bahn 40 Millionen Euro Einnahmen, berichtet net-tribune.de, und es sei zu befürchten, das diese Kosten an irgend einer Stelle eingesparrt werden müssten.
In diesem Zusammenhang noch ein interessantes Detail: Die Preiserhöhung begründet die Bahn gerne mit steigenden Personalkosten. Seit 2004 seien die Preise um 22,4 % erhöht worden, die Personalkosten sanken aber von 2004 bis 2007 um 14 Millionen Euro (auf 586 Mio.), so ein FDP-Verkehrsexperte gegenüber dem Focus (www.focus.de).
Offensichtlich geht es der DB also tatächlich in erster Linie um maximalen Gewinn im Hinblick auf den Börsengang. Und nicht um Service, Pünktlichkeit oder eventuell sogar um zufriedene Kunden. Schade, Herr Mehdorn.



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