23.10.08 Börsengang vielleicht später
Die Wise Guys, eine Kölner A-Capella-Band, haben recht behalten. Sie reimten auf ihrem Album “Radio” (Mai 2006):
Der Börsengang der Deutschen Bahn – das ist stark zu vermuten – verzögert sich voraussichtlich um fünf bis zehn Minuten.
Und das ist natürlich untertrieben. Eventuell Ende November, vielleicht aber auch gar nicht werden 24,9 Prozent der DB-Tochter “DB Mobility Logistics” verkauft werden, schreibt Reuters. Anfangs hatte man sich Erlöse von rund 8 Milliarden Euro erhofft, zuletzt ging man noch von der Hälfte aus. Nun ist der Börsengang auf unbestimmte Zeit verschoben.
Die Kritiker freuen sich über die Verschiebung, beharren aber auf ihrer Forderung, den Börsengang insgesamt zu stoppen. “Die Bahn ist das Rückgrat eines öffentlichen Verkehrssystems. Sie muss gegenüber den anderen Verkehrsträgern massiv gefördert werden und nicht an der Börse verhökert – weder jetzt noch in Zukunft.”, meint das Bündnis ‘Bahn für alle’. Befürchtet wird eine massive Ausdünnung des Fernverkehrsnetzes, Dumpinglöhne und Stellenabbau zugunsten der Maximierung des Gewinns.



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