11.04.08 Fernverkehr nicht rentabel
Einer Studie der Berliner Unternehmensberatung KCW zufolge hätte die Privatisierung der Bahn erhebliche Auswirkungen auf das Fernverkehrsangebot (Spiegel online berichtet). Die Rede ist von jährlichen Fahrpreiserhöhungen um 7%, und bis zu 15 Bahnhöfe könnten ihren Anschluss an das Fernverkehrsnetz verlieren. Das Gutachten löst Empörung bei Verkehrsverbänden aus. Die Bahn dementiert (siehe db.de).
An erster Stelle dieser Streichungsliste steht Flensburg – nachvollziehbar, denn Flensburg ist keine Großstadt, und die Anbindung an den Fernverkehr ist momentan sowieso auf Regionalbahnniveau. Bloß die Züge heißen anders. Freitags fährt ein IC nach Berlin, einer nach Köln – die Wagen sind älter und schlechter ausgestattet als die der RE-Verbindung nach Hamburg. Und von dort kommt man nicht nur nach Köln oder Berlin.
Zwar wurde Flensburg erst im letzten Dezember an die ICE-Verbindung nach Dänemark angebunden, zweimal am Tag fährt nun ein ICE in Richtung Hamburg. Aber schneller als der Regionalexpress ist man damit nicht, eher im Gegenteil (siehe Erfahrungsbericht: Im ICE nach Flensburg).
Dennoch stört es mich, dass die zweistündige Fahrt nach Hamburg zum Regionalverkehr gezählt wird. Mit meiner Bahncard 50 bekomme ich nur 25% Rabatt auf den Normalpreis, und Bonuspunkte kann man ebenfalls nicht sammeln. Bei Verspätungen hat man auch keinen Anspruch auf Preiserstattungen.



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