28.12.10 ICE ohne Licht und Heizung in Hamburg liegen geblieben

Von Stephan  |  Aus der Presse

Schon wieder ist ein ICE liegen geblieben, diesmal in Hamburg. Kurz vorm Hauptbahnhof mussten in der Nacht zu Dienstag (also heute morgen) 50 Menschen ohne Licht und ohne Heizung im ICE über 2 Stunden ausharren, bis sie in einen anderen Zug umsteigen konnten, der auf dem Parallelgleis hielt.

DPA-Meldung / Focus online: Fahrgäste nachts in kaltem ICE gefangen

Kommt es mir nur so vor, oder bleiben in diesem Winter außergewöhnlich viele Züge liegen, und werden dann erst nach mehreren Stunden evakuiert oder abgeschleppt? Ab 20100 werde ich versuchen, genauer zu zählen. Bin mir aber nicht sicher, ob ich alle Bahnen erfassen kann, ich gehe davon aus, dass darüber nicht jedes Mal in der Presse berichtet werden wird. Das hoffe ich sogar. Es gibt schließlich genug andere wichtige Themen. Aber an so einer Statistik wäre ich schon sehr interessiert.

Letzte Änderung am 28.12.2010 um 22:30, Kategorien:  

Kommentare

  1. Achim schrieb am 01.01.2011:

    Grundsätzlich…
    …sind diese ach-so-modernen Triebzüge, sei es die ICE im Fernverkehr oder auch die Triebzüge des Regionalverkehrs eine technische wie auch wirtschaftliche Sackgasse. Denn hat da mal die störanfällige digitale Steuerungstechnik sich mal wieder ein Problem geschaffen, bleibt der ganze Zug stehen, mit viel Glück im Bahnhof. Die eigentlichen Lastesel sind die guten (alten) lokbespannten Zuggarnituren der IC’s und die mit Doppelstockwaggons ausgerüsteten Regionalzüge. Wobei man süffisant bemerken muss, daß die Ursprünge der Doppelstockwagen sowie der davorgespannten Lok’s in den letzten Jahren der DDR zu finden sind! Na?
    Die Bahn schafft sich, wenn sie weiterhin ‘modernen’ betriebswirtschaftlichen Methoden folgt, selbst ab, denn schlechte Zahlen werden immer mit Einsparungen beim Personal quittiert. Dabei waren es immer die kleinen ‘Heinzelmännchen’ die das Räderwerk der Bahn am Laufen hielten.

    Das einzige betriebswirtschaftich sinnvolle Mittel, von heute an gesehen und auch unter dem Aspekt der Übersichtlichkeit, wäre meiner Meinung die Aufteilung und Ausschreibung ALLER Strecken auf einzelne, regional verwurzelte Unternehmen. Die wären näher dran am Kunden, der schon lange keiner mehr ist.
    Die verbliebenen Manager könnten dann in aller Ruhe das beträchtliche passive Vermögen der Bahn verwalten…und sich dem Golfspiel widmen.
    Die die nicht mehr gebraucht werden, müssten zur Demutsübung mal ne Wüstenwanderung machen, bevor sie anderswo wieder Unfug anstellen.

    Aus dem Rhein-Main-Gebiet
    Achim

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