17.11.08 ICE-Tunnel möglicherweise nicht sicher
In der letzten Woche wurden erneut Vorwürfe gegen die Bahn laut. Beim ICE-Unfall in im Landrückentunnel bei Fulda (ICE 885 raste in eine Schafherde, 19 Menschen wurden verletzt) hat das Katastrophenmanagement der Bahn nur mangelhaft funktioniert, berichtet Welt Online.
Der Rettungszug, der notwendig ist, um zum Beispiel in einem Tunnel einen Brand löschen zu können, traf erst nach 3 Stunden am Unglücksort ein. Vorgegeben ist eine Ankunftszeit von maximal 40 Minuten. Außerdem soll der Lokführer betrunken gewesen sein und wurde vor Ort von der Polizei verhaftet. Einen guten Überblick über die Vorwürfe brachte das ZDF heute-journal am Freitag (zur ZDF-Mediathek).
Der Untersuchungsbericht des Regierungspräsidiums Kassel stellt fest, dass das Notfallmanagement in entscheidenden Punkten versagt hat. Die Bahn nennt dies „Panikmache“ und weist die Vorwürfe zurück:
„Für alle Tunnel im Netz der Deutschen Bahn gibt es ein von den Aufsichtsbehörden und Bundesländern klar definiertes Sicherheits- und Rettungskonzept, dessen Umsetzung regelmäßig vor Ort überprüft wird.“ (Zitat eines Bahnsprechers bei Welt Online)
Offenbar hat dieses Konzept aber nicht funktioniert. In dem Bericht heißt es: „Die Notfallstelle der Bahn hat den Einsatz des Rettungszuges behindert … Das Ausmaß des Schadens wurde heruntergespielt.“ (Welt online). Politiker fordern nun eine Überprüfung des Sicherheitskonzeptes und der insbesondere der Tunnelanlagen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt noch.



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