08.01.09 Kältebedingte Probleme
Der Winter hat große Teile Deutschlands im Griff. Besonders Ostdeutschland und Berlin ist von den eisigen Temperaturen von unter minus 20 Grad betroffen.

Winterdienst bei der Bahn. Foto: DB AG
Auch die Bahn selbst hat inzwischen erkannt, das in Berlin die „Extreme Witterungslage“ zu „Einschränkungen im S-Bahn-Verkehr“ führt – so der Titel der einzigen (!) Pressemitteilung in diesen Tagen zum Wetter. Übrigens mit dem Untertitel „Verändertes Fahrplanangebot zur Verbesserung der Betriebsqualität“, das klingt, als ob mehr Züge fahren als sonst. Aber es fahren weniger. Ehrlicher wäre daher „Verringertes Fahrplanangebot zur Aufrechterhaltung eines eingeschränkten Winterbetriebes“.
Zum restlichen Deutschland hat man offenbar nichts zu sagen. Obwohl es zum Beispiel in den Regionen Halle und Leipzig zu festgefrorenen Weichen und Türen und damit zu Zugausfällen und Verspätungen von bis zu zwei Stunden gekommen ist, berichtet die FAZ.
Bei der S-Bahn Berlin hat der Winter teilweise drastische Auswirkungen. Am Dienstag und Mittwoch fuhren auf zwei Linien überhaupt keine Züge, mehrere Linien wurden auf einen 20-Minuten-Takt reduziert, auch im Berufsverkehr – überfüllte Züge sind die Folge. Die Linie S85 fällt auch heute, am Donnerstag, aus. Der Fahrgastverband kritisiert, dass nicht nur das Wetter schuld an den Einschränkungen ist, sondern nennen den „schlechten Zustand der Infrastruktur und die Verringerung von Kapazitäten als Ursachen für die ‚Chaostage‘ bei der S-Bahn“ (Welt online). Die BVG hat deutlich weniger Probleme mit ihren Straßen- und U-Bahnen, die teilweise auch außerhalb von Tunneln fahren. Denn die Weichen sind teilweise dauerhaft beheizt worden.



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