03.11.10 S-Bahn hielt zu spät - S7 verpasst den Bahnsteig
Heute morgen um kurz vor 8.00 Uhr verpasste eine S-Bahn der Linie S7 (Potsdam—Ahrensfelde) am Bahnhof Westkreuz den Bahnsteig. Der Zug mit der Nummer 59 kam so spät zum stehen, dass die beiden ersten Waggons (ein sogenannter Viertelzug) nicht mehr am Bahnsteig hielten. Aussteigen war nicht möglich. Wie kann so etwas passieren?
Der Zug stand eine Weile, bis der Fahrer kommentarlos ausstieg und zum Bahnsteig zurücklief. Die Reisenden, die aus dem ersten Zugteil aussteigen wollten, wurden nicht informiert. Der Fahrer kam zurück, die Fahrt wurde ohne Kommentar fortgesetzt. Erst kurz vorm nächsten Bahnhof Charlottenburg gab es eine Durchsage des Zugführers: Reisende nach Westkreuz sollten bitte den Zug in Gegenrichtung benutzen, und: „Wir bitten um Entschuldigung“. Einen Grund für den späten Stopp nannte er nicht.
Ich habe bei der S-Bahn Berlin nach Ursachen gefragt, vielleicht kommt eine Antwort.
(Der betroffene Viertelzug hat die Nummer 481-142-8, am Zug stand vorn und hinten die Nummer 59)
Update 11.11.: Nach einer Woche habe ich auf meine Anfrage an den Kundenservice der S-Bahn Berlin noch keine Antwort erhalten. Habe jetzt nochmal per Fax nachgefragt.
Update 28.11.: Wow. Gestern habe ich tatsächlich eine Antwort von der Kundenbetreuung der S-Bahn Berlin erhalten! Per E-Mail. Als erstes hat man sich für die lange Wartezeit entschuldigt. Zur Sache selbst: „Die Auswertung des Vorfalls“ habe ergeben, schreibt man, dass „der Triebfahrzeugführer des Zuges den Bremsvorgang zu spät einleitete.“ Der Mitarbeiter sei „zu einer ordnungsgemäßen Arbeitsdurchführung aufgefordert“ worden, und man bedauere den Vorfall.
Ich hatte ja nicht mehr mit einer Antwort gerechnet, schon gar nicht damit, dass der Sache anscheinend wirklich auf den Grund gegangen wurde. Bin positiv beeindruckt und freue mich, dass ich als Kunde ernst genommen werde.



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