14.01.09 Tarifverhandlungen 2009

Von Stephan  |  Gewerkschaftlich

Noch zwei Wochen, dann läuft der Tarifvertrag der Beschäftigten bei der Deutschen Bahn AG aus, der vor einem Jahr unter Begleitung zahlreicher Streiks ausgehandelt worden war. Und damit endet auch die Friedenspflicht – dann darf erneut gestreikt werden. Die Gewerkschaften Transnet und GDBA fordern 10 Prozent mehr Lohn, die kleinere „GDL“:http://de.wikipedia.org/wiki/Gewerkschaft_Deutscher_Lokomotivführer, die im letzten Tarifstreit deutlich mehr als die anderen gefordert hatte, beschränkt ihre Forderung auf 6,5 Prozent. Vor allem das Thema Arbeitszeiten spielt eine wichtige Rolle.

„Die Bahn hat in den vergangenen Jahren die Arbeitszeitbedingungen immer weiter verschlechtert, um die Produktivität zu steigern. In vielen Bereichen sind die Dienstpläne teilweise inhuman geworden. Da geht es um Dienstbeginn und -ende mitten in der Nacht, die Häufigkeit von Schichten, um kurzfristige Dienständerungen. (…) Die Belastung ist für viele so stark, dass sie sagen: Bis hierhin und nicht weiter. Das Thema wird seit 2005 immer wieder vertagt. Jetzt ist Schluss. Diesen Mittwoch muss die Bahn ein Angebot vorlegen.“ (Alexander Kirchner, Vorsitzender Transnet, in der Süddeutschen Zeitung)

Andernfalls, so Kirchner weiter, werde Transnet noch im Januar zu Warnstreiks und Protestaktionen aufrufen. Die Friendenspflicht bezüglich der Arbeitszeitregelung ist bereits Ende Dezember ausgelaufen.

Ich hoffe, dass es nicht wieder zu tagelangen Streiks im gesamten Personenverkehr kommt, der die Fahrgäste belastet. Von Juli bis November 2007 gab es mehrere Streiks im Personen- und Güterverkehr, teilweise über mehrere Tage – es gab einen „Notfahrplan“, zahlreiche Züge fielen aus.

Letzte Änderung am 26.03.2009 um 13:58, Kategorien:  

Kommentare

Bisher wurden keine Kommentare abgegeben. Du kannst der erste sein!

Dein Kommentar:




Textile-Hilfe

Hinweis: Die Preisgabe persönlicher Daten erfolgt seitens des Nutzers auf ausdrücklich freiwilliger Basis. Dem Nutzer ist bekannt, dass über das Internet verbreitete Informationen nicht zwingend über eine sichere Verbindung gesendet werden und dann von jedem einsehbar sind. Name, angegebene Webseite und Kommentar sind für jeden Benutzer der Seite einsehbar.