10.02.09 Zwischenbericht zum "Schnüffelskandal" vorgelegt

Von Stephan  |  Aus der Presse

Mittlerweile kann die DB AG aber nicht mehr ausschließen, dass im Rahmen der Bekämpfung von Korruption und Wirtschaftskriminalität auch Verstöße gegen straf- und datenschutzrechtliche Bestimmungen stattgefunden haben.
Von diesen Vorgängen war dem Vorstand der DB AG nichts bekannt. (Vorstand DB AG)

Wer’s glaubt…

Den Zwischenbericht zur „Überprüfung der Ordnungsmäßigkeit von Maßnahmen der Korruptionsbekämpfung in den Jahren 1998-2007“, so der offizielle Titel, hat die Bahn heute an bundesregierung und Parlament übergeben und am Nachmittag veröffentlicht. Insgesamt dreimal gab es demnach Datenabgleiche aller Mitarbeiter mit Zulieferern, um Korruptionsfälle aufzudecken. Die Bahn gibt zu, dabei „in einer deutlich überzogenen Größenordnung“ gehandelt zu haben. Dennoch geht sie weiterhin davon aus, „dass Datenabgleiche grundsätzlich rechtlich zulässig sind“.

Inzwischen hat die Affäre auch erste personelle Konsequenzen. Nein, nicht etwa Herrn Mehdorn muss gehen. Josef Bähr, Leiter der Konzernrevision, wurde beurlaubt und wird deshalb morgen nicht vor dem Verkehrsausschuss erscheinen, um Auskünfte zu geben, berichtet Focus online. Klingt nach einer Taktik der Bahn. Bähr sei eine Schlüsselfigur in der Datenaffäre, ist aber seit Tagen abgetaucht, berichtete Financial Times Deutschland. Klingt alles merkwürdig. Findet übrigens auch Minister Tiefensee, der in dem vorgelegten Zwischenbericht nur noch mehr Fragen als Antworten finden kann.

Vollständiger Bericht als PDF (0,9 MB) bei der DB AG (oder hier)

Focus online: Datenaffäre hat erste personelle Konsequenzen

Letzte Änderung am 23.04.2009 um 20:42, Kategorien:  

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