24.01.07 Bahnfahren macht keinen Spaß mehr
Protokoll einer Bahnfahrt. Es ist Dienstag, der 23. Januar 2007, und ich möchte mir in Hamburg zwei Wohnungen anschauen. Im Radio habe ich zwar von dem entgleisten Güterzug gehört, und dass ab Elmshorn ein Busersatzverkehr eingerichtet wurde. Aber ich habe eine halbe Stunde Puffer eingeplant, sodass ich es eigentlich rechtezitig schaffen müsste – eigentlich. Die erste Wohung schaffe ich nicht mehr, weil der Bus zum Flensburger Bahnhof ca. 6 Min. zu spät war und mir der Zug vor der Nase weggefahren ist.
In Elmshorn steige ich in einen Bus und denke mir, naja, in 10-15 Minuten müssten wir in Pinneberg sein. Dort soll die Fahrt per S-Bahn in Richtung Hamburg Hauptbahnhof fortgesetzt werden. Aber: der Bus braucht ungefähr 40 Minuten (!), die S-Bahn bis zum Hauptbahnhof 38 Minuten – die Regionalbahn hätte ab Elmshorn nur 28 Minuten gebraucht. Das heißt, ich bin 50 Minuten zu spät, dazu kommen noch Umsteigezeiten – aus meinem zweiten Termin wird nun auch nichts mehr.
Ich war also völlig umsonst in Hamburg und musste ja wieder zurück nach Flensburg. Um es kurz zu machen: für die Rückfahrt habe ich statt der planmäßigen 2:02 Stunden exakt 4:13 gebraucht! Am Hamburger Hauptbahnhof stand der planmäßige Reginalexpress nach Flensburg gar nicht an der Anzeigetafel (nicht einmal mit der Bemerkung “Zug fällt aus”, oder “Verkehrt ab Elmshorn”), und die Ansagen waren so leise, dass man sie kaum verstanden hat.
Im Radio heißt es den ganzen abend: “Reisende nutzen bitte ab Pinneberg die S-Bahn, dadruch verzögert sich die Fahrt um ungefähr eine Stunde”. Um zwei! Liebe Bahn, bitte informiert eure Kunden doch vernünftig! Und es ist nicht nur die Strecke nach Kiel und Westerland betroffen, wie überall zu lesen war, sondern auch nach Flensburg bzw. Dänemark.
Wenn es sich bei dem gesperrten Streckenabschnitt um so eine wichtige Verbindung handelt, frage ich mich, warum es keine Ausweichstrecke gibt.



Kommentare
Bisher wurden keine Kommentare abgegeben. Du kannst der erste sein!
Dein Kommentar: