20.12.10 Chaos hautnah bei der S-Bahn Berlin (II)

Von Stephan  |  Chao-S-Bahn

Neue Woche, neues Glück? Heute hat mich die S-Bahn vollständig im Stich gelassen. Nach über 30 Minuten warten bei minus 5 Grad am Bahnhof Griebnitzsee habe ich mal wieder bei der Hotline angerufen. Schon beim ersten Versuch hatte ich einen freunlichen Herrn am Telefon, aber wann die nächste Bahn in Richtung Berlin fahren wird, konnte er mir nicht sagen.

In Potsdam, dem Startbahnhof der Linie S7, stehe zur Zeit kein Zug bereit. Der nächste ist mit 35 Minuten Verspätung noch in der Gegenrichtung unterwegs, das könne noch dauern. Das heißt, mindestens noch 30-40 Minuten warten.

Schlecht gelaunt habe ich aufgegeben und bin wieder mit dem Auto nach Hause gefahren. Kaum sitze ich drin, fährt eine S-Bahn ein – meine S-Bahn, auf die ich gewartet hatte. Und die ich nun verpasste. Ich fühle mich wirklich auf den Arm genommen.

Ich habe direkt noch einmal bei der Hotline angerufen, und nachdem ich 10 Mal mit der Bandansage (”…alle Mitarbeiter im Gespräch… später noch einmal versuchen…”) abgewimmelt wurde, sprach ich mit dem selben Herrn. Anscheinend arbeiten dort nicht sehr viele Menschen. Zwei Minuten nach unserem Gespräch habe er auf dem Bildschirm die S-Bahn losfahren sehen. Es täte ihm leid, aber das System habe die Bahn nicht anzeigen können, weil die Fahrt so nicht geplant war.

Naja, was läuft schon planmäßig bei der S-Bahn.

Am S-Bahnhof. Wet und breit kein Zug.

Letzte Änderung am 20.12.2010 um 22:55, Kategorien:  

Kommentare

  1. Axel schrieb am 28.12.2010:

    Hallo, Stephan,

    mit deinen S-Bahn-Erfahrungen bist du momentan nicht alleine. Umso mehr gefällt mir dein Blog, mit dem du die Unzulänglichkeiten der DB offenlegst und nicht in dich hineinfrisst wie manch anderer geplagter Kunde.

    Auch ich wurde “Opfer” der S-Bahn bei mir in Nürnberg. Der “Vorfall” ist schon etwas länger her; dafür kann man die Entwicklung des Falls nun sehr gut verfolgen. :-)

    Hier mein Erlebnis mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.

  2. Stephan (dasBahnblog.de) schrieb am 28.12.2010:

    Danke, Alex.

    Ich betrachte mich ja selbst weniger als “Opfer”, sondern bin Optimist (ja, immernoch). Und deshalb fühle ich mich eher wie ein Abenteurer im Junglecamp. Nur mit Schnee. Und ohne die Alternative, das Abenteuer abzubrechen und nach hause zu fahren – das wäre ja langweilig.

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