01.04.08 Grinsendes Personal und dämliche Zugfolge
Ein Tag mit der Deutschen Bahn
Teil 1: Auf der Strecke Hannover-Hamburg hat der ICE 4 Minuten Verspätung, ansonsten läuft alles glatt.
Teil 2: Ich fahre das erste mal mit einem ICE von Hamburg nach Flensburg. Als ich auf dem Bahnsteig stehe, versammeln sich ein paar Meter weiter vier Zugbegleiter und Mitarbeiter vom BordBistro. Sie sehen meine Tasche und fangen an zu grinsen. Es scheint, als redeten sie über den aufgedruckten Spruch: “Komme später. Ich fahre mit der Bahn.” (Gibt’s übrigens im Shop.)
Der ICE werde ca. 8 Minuten später eintreffen, sagt die Lautsprecherstimme. Am Hamburger Hauptbahnhof werden noch immer echte Sprecher eingesetzt, keine Computer-Stimmen. Kurz nach dieser Durchsage erscheint auf er Anzeigetafel “Bitte Ansage beachten”, allerdings nur auf einer von vier Tafeln. Seltsam.
Der ICE kommt, ich steige ein, wir fahren mit 10 Minuten Verspätung los. In Dammtor sind es schon 13 Minuten. Auf der Strecke nach Neumünster können wir Zeit gut machen, aber bevor wir über den Nord-Ostsee-Kanal fahren, bleiben wir mehrmals auf offener Strecke stehen. Grund ist eine vor uns fahrende Regionalbahn, die wir natürlich nicht überholen können.
Die Fahrdienstleitung habe diese Bahn in Neumünster zuerst abfahren lassen, und der ICE wird bis Flensburg immer brav hinterher tuckeln müssen, na super. Die Ansagen sind übrigens dreisprachig: deutsch, englisch und dänisch. “Wir werden Rendsburg leider nicht vor 19:10 Uhr erreichen” wird dabei zu “ “…will arrive at Rendsburg at 7:05”. Ah ja. Rendsburg: 20 Minuten zu spät. Die Regionalbahn hatte übrigens auch nicht auf eventuelle Umsteiger warten können, sehr zum Ärger einiger Mitfahrer, die nun eine Stunde warten müssen.

In Flensburg hatten sich dann stolze 25 Minuten angesammelt, dazu die vier vom ersten Teil.



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