25.04.08 Überfüllt und verspätet
Flensburg-Potsdam an einem Donnerstag vormittag: Dass der ICE, der Flensburg direkt mit Berlin verbindet, so ausgelastet ist, hätte ich nicht gedacht. Der Zug besteht nur aus 3 Waggons, ist also für einen ICE sehr kurz. Der freundliche Zugbegleiter erklärt mir, 2-3 Plätze seien noch frei. Dann fügte er sehr glaubwürdig hinzu, wenn ich einen ruhigen, freien Sitzplatz haben möchte, solle ich doch in Hamburg eine halbe Stunde auf den nächsten ICE warten. Liebe Deutsche Bahn, das kann doch nicht euer ernst sein! Ich habe doch deshalb genau diese Verbindung gewählt, damit ich eben nicht so oft umsteigen muss!
Ich habe noch einen der freien Sitze bekommen. Als ich am Vortag meine Fahrkarte online gebucht hatte, konnte ich bereits keinen Sitzplatz mehr reservieren. In Flensburg traf der Zug zwar 5 Minuten zu spät ein, doch diese Verspätung wäre bis Hamburg wieder aufzuholen gewesen – müsste der Zug nicht mehrmals auf offener Strecke für mehrere Minuten anhalten. Grund: “Bahnübergangsstörungen”, sagt eine Zugbegleiterin (wörtlich) durch. In Hamburg ist planmäßig ein längerer Halt vorgesehen, da der Zug dort mit einem ICE aus Kopenhagen gekoppelt wird. Deshalb fahren wir pünktlich weiter.
Auch eine Station vor Hamburg, in Wittenberge, sind wir auf die Minute pünktlich. Doch kurz vor Hamburg erneut: Mehrmaliges Anhalten, streckenweise sehr langsame Fahrt. Diesmal gibt es keine Informationen über die Ursache. Den Berliner Hauptbahnhof erreicht der ICE mit 7 Minuten Verspätung. Das waren genau die sieben Minuten, dich ich zum Umsteigen in den RE nach Potsdam gehabt hätte.
Der Zug ist schon weg. Erstaunlicher Weise treffe ich auf dem Bahnsteig eine Kundenberaterin. Der nächste Regionalexpress fährt eine halbe Stunde später. Das Bahnpersonal war an diesem Tag wirklich freundlich, keine Frage, aber so recht zufrieden kann ich mit dieser Fahrt nicht sein.



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