05.07.09 Vergeblicher Versuch einer Zugfahrt
Wie ein Unwetter in Tschechien meine Zugfahrt von Potsdam nach Flensburg verhindert hat
Es war riskant, sich die letzte Verbindung des Tages auszusuchen, um von Potsdam nach Flensburg zu reisen – ich bin ja Optimist. Aber meine Reise endete schon in Berlin. Der EC 172, der aus Tschechien Wien kommt (über Prag und Dresden) und mich von Berlin nach Hamburg bringen sollte, hatte laut Anzeigetafel 2 Stunden Verspätung. Ein Unwetter in Tschechien war die Ursache. Gegen 23:30 wurde die Verzögerung sogar auf 4 Stunden geschätzt (mehr kann das System der Bahn nicht verarbeiten).

Die Verspätungsmeldung zu meinem Zug auf Twitter von @dasBahnblog
Da Samstag abends nach 19:00 Uhr, warum auch immer, keine stündliche ICE-Verbindung zwischen Berlin und Hamburg besteht, war meine Alternative nun, zwei Stunden zu warten, dann mit einem anderen ICE nach Hamburg zu fahren und von dort mit zwei Regionalbahnen und einem Schienenersatz-Bus (wegen Bauarbeten besteht nachts zwischen Neumünster und Rendsburg Schienenersatzverkehr) meine Reise fortzusetzen. Vielleicht wäre ich dann gegen halb drei tatsächlich noch in Flensburg angekommen, aber mit Schienenersatzverkehr habe ich schlechte Erfahrungen gemacht. Und nachts in Neumünster oder Rendsburg auf dem Bahnhof sitzen zu bleiben, war mir zu riskant. Ich fuhr also erst am nächsten morgen zurück.
Effektiv bin ich 11:47 später angekommen als geplant. Eine reife Leistung, liebe Bahn. Unwetter sind natürlich höhere Gewalt, aber gibt es für solche Fälle keine Ersatzzüge? Gerade die Verbindung Berlin-Hamburg war auch am Samstag Abend sehr gefragt, was die lange Schlange am Servicepoint deutlich gemacht hat.


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